ESPORTS UND DIE FINANZKRISE – Besteht ein Zusammenhang?

09.04.2009 13:33

von Dirk Schunk, 09.04.2009
 
Aktuell kommen jeden Tag neue „Horrormeldungen“ über Rückzug von Sponsoren (z. B. AMD), Insolvenzen von großen Clan´s (z. B. MYM / ESNation) und das Aus von großen Turnierveranstaltern wie z. B. dem ESWC, immerhin die selbsternannte WM der eSportler. In allen Pressemeldungen und Verlautbarungen zu diesen Vorfällen und Geschehnissen wird immer die Finanzkrise als Hauptargument angeführt. Aber ist das wirklich der Hauptgrund? Sicherlich besteht eine bestimmte Wechselwirkung. Die Budgets der Firmen für Werbung und Sponsoring werden kleiner. Aber es wird weiterhin Werbung gemacht und auch benötigt um den Kunden zum Kaufen anzuregen. Warum also ziehen sich die Werbepartner aus dem eSports zurück? Oder kommt es uns nur so vor als würden sich die Werbepartner aus dem eSports zurück ziehen? Grundsätzlich kann man sagen, dass sich Marketingverantwortliche in Zeiten der Krise und „schmalen“ Budgets immer das Kosten/Nutzen-Verhältnis (Wirkung) anschauen. Sprich was setze ich ein (Geld/Sachwerte) und was kommt zurück (Umsatz/Image etc.). Aus meiner Sicht findet aktuell eher eine Bereinigung im gerade entstehenden eSports-Markt statt. Es wird sicherlich noch einige aktuell bekannte Labels treffen. Aber die guten Projekte werden diese (notwendige) Marktbereinigung überstehen und gestärkt aus ihr hervorgehen. Marketinggelder sind nach wie vor vorhanden. Nur ist es aktuell wesentlich schwieriger für eSports-Projekte an diese heranzukommen als es noch vor 12 Monaten der Fall war. Jedoch werden die professionell strukturierten und geführten eSprots-Projekte auch in Zukunft kaum Probleme haben, Werbepartner zu gewinnen.

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